Zeitstrahl der Schulgeschichte von Wittbrietzen

1992
Mai 30, 1992

Schule wird geschlossen

Die Schule in Wittbrietzen wurde 1992 aufgelöst.

1960
Januar 1, 1960

Lehrer Schiedeck flüchtet in die BRD

Um 1960 Flucht des Lehrers Werner Schiedeck nach Westdeutschland.

1945
September 2, 1945

Veränderungen zum Kriegsende

Nach Kriegsende 1945 musste Hans Engel als ehemaliges NSDAP Mitglied seinen Dienst quittieren. (Es gab jedoch auch Stimmen im Ort die behaupteten, er hätte dies von sich aus gemacht.) Ab 1946 der Junglehrer Werner Schiedeck (*30.7.28) im Ort tätig. Offensichtlich bezieht er die Wohnung im 3. Schulhaus, wird zu unbekannter Zeit Schulleiter und SED-Mitglied.

1937
Januar 1, 1937

Neubau des 3. Schulhauses

Zum 1.10.36 kündigt Lehrer Sahrmann seinen Organistendienst bei der Kirchengemeinde auf und verliert so seinen Anspruch auf die Dienstwohnung im Küsterhaus. In der Folge kommt es unter dem NSDAP-Bürgermeister Rügen zum Beschluss über den Neubau eines 3. Schulhauses, welches 1937/38 fertiggestellt wurde. Dadurch verliert das sich im Kirchenbesitz befindliche alte Küsterhaus seine Bedeutung als Schulhaus.

1934
Juni 1, 1934

Lehrer Hans Engel

Zum 1.6.1934 wird der zuvor in Ragösen tätige Lehrer Hans Engel mit der 2. Lehrerstelle betraut und zieht ins 2. Schulhaus. Ende 1935 scheint er Schulleiter in Wittbrietzen geworden zu sein, auch er NSDAP-Mitglied.

Mai 1, 1934

Versetzung im „Kirchenkampf“

Zum 1.5.1934 wird Lehrer Helm Richtung Uckermark versetzt. Hintergrund dieser Versetzung ist der sogenannte Kirchenkampf. Hierbei kommt es ab Sommer 1933 zu erbitterten Konflikten zwischen Helm als dem Sprachrohr der ‚Deutschen Christen‘ im Ort und dem Pfarrer Johannes Wolff, als dem Sprachrohr der ‚Bekennenden Kirche‘. Helms Nachfolger wird der Lehrer und Organist Konrad Sahrmann, wie Helm ebenfalls ein überzeugter Hitler-Anhänger.

1921
Januar 1, 1921

Wahl der Mitglieder des Schulvorstands

„Nachdem die politische Gemeindevertretung am 10. August 1921 die Mitglieder für den Schulvorstand neu gewählt hat, besteht dieser aus: Hagen (Gemeindevorsteher), Ebel (Kantor), Zimmermann (Lehrer), Braune (Bauer), Stoof (Stellmacher), Kletz (Büdner), Klewitz (Büdner), Zitzlaff (Pfarrer)

1919
Januar 1, 1919

Trennung von Kirche- und Schulvermögen

Ab 1919 kommt es nach dem Ende der Monarchie in Deutschland und unter der durch die SPD geführten neuen Reichsregierung zu einer allmählichen Trennung von Kirche und Schule. Sowohl der Ortspfarrer als auch der Superintendendent verlieren dadurch ihre bisherigen Funktionen als Orts- bzw. Kreis-Schulinspektor. In der Folge kommt es zu langwierigen Verhandlungen um die Trennung des kirchlichen Küster- und des staatlichen Schulvermögens.

1915
März 1, 1915

Militärdienst

Wegen den zum Militärdienst eingezogen Lehrer Heider (1. Weltkrieg) wird beschlossen, dass Lehrer Götsch aus Salzbrunn jeweils am Dienstag und Donnerstag in Wittbrietzen den Unterricht vertreten muss

1910
Dezember 1, 1910

Ergebnis einer Schulrevision

„Über die Leistungen der Lehrer Ebel und Goetsch (Salzbrunn) und ihrer Klassen ist das Urteil ein gutes, wie ich es nicht anders erwartet hatte. Dagegen hat der Revisor von dem Lehrer Heider den Eindruck, daß er es mit seinen Amtspflichten nicht immer ernst nimmt. …“

1903
Juli 1, 1903

Typhus-Epidemie

Trotz Typhus-Epidemie bleibt die Schule geöffnet. Der Kreisarzt entscheidet über die Rückkehr erkrankter Kinder an die Schule.

1900
Januar 1, 1900

Ablauf des Schuljahrs

Wohl seit über 100 Jahren hat das Schuljahr einen ähnlichen Ablauf: Es beginnt mit dem Sommerhalbjahr nach den Osterferien und geht bis Michaelis (30. September). Nach den Herbstferien beginnt das Winterhalbjahr. Dieses endet mit dem „Osterexamen“ und den Osterferien, in denen die Konfirmation der 14-jährigen stattfindet (über Jahrzehnte immer zu Palmarum, dem Sonntag vor Ostern). Die Oster-, Sommer-, Herbst- und Weihnachtsferien dauern jeweils etwa 2 Wochen, zu Pfingsten nur 1 Woche.

1899
Februar 1, 1899

Masern

Wegen einer Masern-Epidemie fehlen 48 von 107 Schülern. Der Landrat verfügt dennoch keine Schließung der Schule.

1890
März 4, 1890

Dreiklassige mit zwei Lehrern

„Die Schule in Wittbrietzen ist eine dreiklassige mit zwei Lehrern, von denen der Erste im Sommerhalbjahr 26 und im Winterhalbjahr 30, der Zweite im Sommer 28 und im Winter ebenfalls 30 Unterrichtsstunden wöchentlich zu erteilen hat. Außerdem erhalten die Mädchen der Ober- und der Mittelstufe während des Winters wöchentlich 2 Stunden Handarbeitsunterricht von einer hierzu angenommenen Hilfslehrerin“.

1889
Oktober 1, 1889

Zweites Schulhaus

Das zweite Schulhaus aus rotem Backstein wird in Betrieb genommen, mit einem Schulraum und einer Wohnung. Gleichzeitig wird Lehrer Bleich als zweiter Lehrer in sein Amt eingeführt. Die zweiten Lehrer wohnen hinfort immer im neuen Schulhaus.

1884
Januar 1, 1884

Hohe Schülerzahl

Angesichts der hohen Schülerzahl ist erstmals die Rede von einem neuen Schulbau und der Anstellung eines zweiten Lehrers.

1882
Januar 1, 1882

„Gute Landschule“

Die Schule hat 129 Schüler und eine Revision bescheinigt, dass diese Schule „das Bild einer guten Landschule bietet“.

1848
August 1, 1848

122 Schüler

122 Schüler werden in zwei getrennten Abteilungen in Wittbrietzen unterrichtet.

März 1, 1848

Märzrevolution

Im Zusammenhang mit den Unruhen der Märzrevolution erschallt auch in Wittbrietzen die Forderung: Kein Schulgeld mehr!

1844
Januar 1, 1844

musikalischen Fähigkeiten

Dem Lehrer und Küster Niese wird gleichzeitig der Titel Kantor verliehen für seine guten musikalischen Fähigkeiten.

1836
Januar 1, 1836

Lehrerkonferenzen

Durch die Initiative von Pfr. Liebetrut finden in Wittbrietzen ab 1836 regionale Lehrerkonferenzen statt, mit ca. 12 Lehrern aus der Umgebung.

1829
Januar 31, 1829

Das Fachwerk-Schulhaus brennt ab

Im September 1832 wird das aus Stein errichtete neue Schulhaus eingeweiht. In der Zwischenzeit fand der Unterricht in einer Stube des Dorfschulzen Heinrich statt.

1767
Januar 1, 1767

Lehrer Christoph Müller

In seiner Amtszeit kam es vor, dass im Sommerhalbjahr 1797 von ca. 46 Schülern niemand zur Schule kam. Im Winterhalbjahr fand der Unterricht zwischen 8.00 und 11.00 Uhr sowie vom 12.00 – 15.00 Uhr statt. Im Sommerhalbjahr lediglich von 7.00 – 10.00 Uhr. An Samstagen gab es vier Stunden Unterricht.

1698
Januar 1, 1698

Ältester Beleg für die Existenz einer Schule in Wittbrietzen

Ältester Beleg für die Existenz einer Schule in Wittbrietzen. Küster und Lehrer war Andreas Dreyffert (Driffert).

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