Dorf- und Boule-Platz Wittbrietzen

Gegenüber reinen Straßendörfern hat Wittbrietzen den großen Vorteil, gleich vier bis fünf platzartige Erweiterungen in seiner Topografie aufzuweisen. Eine gute Chance für gemeinschaftsstiftende Aktivitäten und Veranstaltungen. Wird sie aber hinreichend genutzt?

Gegenüber früheren Zeiten wird man einschätzen müssen, dass dies zu selten geschieht. Der Trend zur Individualisierung und dem Rückzug auf den privaten Hof hat inzwischen auch unser Dorf erreicht, wenngleich es etliche Bemühungen des Ortsbeirates, der Kirchengemeinde, des Feuerwehr-Fördervereins, des Kultur- und Fußballvereins und von privaten Personen und Vereinen gibt, diesem ungesunden Trend entgegenzuwirken.

Ein Extra-Tänzchen für die Sieger beim pfingstlichen Hahnreiten auf dem Dorfplatz. Wittbrietzen Anfang der 1950er Jahre

Ein Extra-Tänzchen für die Sieger beim pfingstlichen Hahnreiten auf dem Dorfplatz. Wittbrietzen Anfang der 1950er Jahre. Foto: Katrin Jakob

Während sich auf dem ehemaligen zentralen Platz des Dorfes – dem Anger um die Kirche – wenigstens noch ein Kinderspielplatz befindet, macht der heutige zentrale Dorfplatz vor dem Dorf-Gemeinschafts-Haus einen zwar halbwegs ansehnlichen, aber weitgehend ‚entvölkerten‘ Eindruck. Dies war nicht immer so. In den 1960er Jahren wurde auf diesem von Linden gesäumten Platz ein Springbrunnen gebaut und etliche Bänke aufgestellt. So konnten die Jungen hier spielen und die Alten sich treffen.
Auf dem Dorfplatz um 1968

Auf dem Dorfplatz um 1968 (Fotos: Archiv D. Fechner)

Das von „Makom – Kunst und Schule e.V.“ im Jahr 2025 initiierte Projekt „GeschichtenBänke – BankGeschichten“ zielt darauf, die verloren gegangene Mitte des Dorfes wieder mit neuem Leben zu füllen und die dörfliche Gemeinschaft zu stärken. Maßgeblicher Inhalt des Projektes sind die Errichtung eines Boule-Platzes und die Wiedererrichtung von Sitzgelegenheiten auf diesem zentralen Platz des Dorfes.
Auf dem Dorfplatz um 1975
Auf dem Dorfplatz um 1975. Im Hintergrund der ehemalige Saal vom ‚Alten Krug‘, zu dieser Zeit jedoch als Dorfkonsum genutzt. Im kleinen Anbau links befand sich die Dorfwaage.

Errichtung eines Boule-Platzes und die Wiedererrichtung von Sitzgelegenheiten

Aufbau des Boule-Platzes in Wittbrietzen
Aufbau des Boule-Platzes in Wittbrietzen
Aufbau des Boule-Platzes in Wittbrietzen
Aufbau des Boule-Platzes in Wittbrietzen

Die Gestaltung dieses Erinnerungsortes wurde maßgeblich initiiert und realisiert durch den in Wittbrietzen ansässigen Verein „Makom – Kunst & Schule e.V.“ gemeinsam mit dem Gemeindekirchenrat des Ortes. Gefördert wurde dieses Projekt zu 80% durch:

Land Brandenburg MWFK

Beim Aufbringen des 20%igen Eigenanteils halfen die Stadtwerke Beelitz, Vermessung Peick, die Ortsteilbürgermeisterin von Wittbrietzen (Simone Spahn) und andere private Spender.

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